LKW-Fahrer – illegale Abfallbeseitigung nach Dienstschluß

Im Rahmen unseres Streifendienstes bemerkten wir am 21. Juni gegen 8 Uhr im Nahbereich eines Feldweges im Gemeindegebiet von Wolfsthal eine rechtswidrige Ablagerung von Abfällen. Im Zuge der Einsammlung des Mülls konnten auch Schriftstücke des mutmaßlichen Verursachers vorgefunden werden.

Im Zuge der Ermittlungen konnte festgestellt werden, daß es sich bei dem Verursacher um einen Dienstnehmer eines Transportunternehmens mit Sitz in Niederösterreich, südlich der Bundeshauptstadt handelt. Der LKW-Chauffeur hatte nach Beendigung seines Dienstes am 20. Juni sein Führerhaus gereinigt und anstatt den Abfall am firmeneigenen Grundstück zu entsorgen, auf dem lt. Unternehmensleitung für alle Stoffe auch entsprechende Sammelbehälter zur Verfügung stehen, diese in seinen privaten Pkw gegeben. Auf dem Weg ins Wochenende, von seiner Arbeitsstelle zu seinem ordentlichen Wohnsitz, einem Dorf in der benachbarten Slowakei, entledigte sich der 33-jährige Mann bei einem Zwischenstopp im Grünland in Wolfsthal der Abfälle.

illegale Abfallbeseitigung im Grünland | Foto: Berg-und-Naturwacht.orgleere PET-Flaschen, Überreste von Speiseverpackungen und Dokumente

Das Unternehmen bei dem der LKW-Lenker beschäftigt ist, bedauerte diesen Vorfall außerordentlich und nimmt ihn zum Anlaß um bei der nächsten Mitarbeiterschulung die einschlägigen Bestimmungen in Erinnerung zu rufen.

Unsererseits wurde der slowakische Staatsbürger gem. § 6 NÖ Naturschutzgesetz 2000 (NÖ NSchG 2000) bei der Bezirkshauptmannschaft Bruck/Leitha angezeigt. Der Strafrahmen für diese Verwaltungsübertretung beträgt gemäß § 36 Abs. 1. Zif. 2 NÖ NSchG 2000 bis zu € 14.500.-, im Falle der Uneinbringlichkeit eine Ersatzfreiheitsstrafe bis zu sechs Wochen. Der Strafbetrag ist nach einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen für den Naturschutz im Land zweckgebunden.

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