Der Weißstorch – ein Besuch in Bad Deutsch-Altenburg

Weißstorch ciconia ciconia | Foto: Berg-und-Naturwacht.org

Den Besuch eines Weißstorches (Ciconia ciconia), den wir während unseres Streifendienstes am 17. Juni in Bad Deutsch-Altenburg wahrnehmen konnten, nehmen wir zum Anlaß um einige Informationen im Zusammenhang mit seinem Status aus der Sicht des Naturschutzes zu vermitteln.

Der Weißstorch ist innerhalb der NÖ Artenschutzverordnung (NÖ LGB 5500/2-0) wegen seiner besonderen wissenschaftlichen oder landeskundlichen Bedeutung erfaßt. Die entsprechenden Schutzbestimmungen laut dem Niederösterreichischen Naturschutzgesetzes 2000 (NÖ NSchG 2000), dem § 18 Abs. 2 Zif. 2 besagen, daß dieser besonders geschützte Vogel:

• weder verfolgt, absichtlich beunruhigt, gefangen, gehalten, verletzt oder getötet werden darf; Es ist verboten ihn im lebenden oder toten Zustand zu erwerben, zu verwahren, weiterzugeben, zu befördern oder zu verkaufen (§ 18 Abs. 4 Zif. 2);

• seine Eier, die Nester, Nist-, Brut- und Zufluchtstätten zu beschädigen, zu zerstören oder wegzunehmen (§ 18 Abs. 4 Zif. 3) und

• Störungen an seinen Lebens-, Brut- und Wohnstätten, insbesondere durch Fotografieren oder Filmen zu verursachen (§ 18 Abs. 4 Zif. 4).

Naturschutzrechtliche Bestimmungen zum Weißstorch | Foto: Berg-und-Naturwacht.org

Verstöße gegen diese Bestimmungen werden als Verwaltungsübertretung von der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat mit einer Geldstrafe von bis zu € 14.500.-, im Falle der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu sechs Wochen geahndet (§ 36 NÖ NSchG 2000).

Der Weißstorch ist weiters in der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union, Richtlinie 2009/147/EG erfaßt.

Der Storch ist ein sehr anmutendes Tier, dessen Beobachtung aus entsprechender Ferne immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis ist.

Weißstorch | Foto: Berg-und-Naturwacht.org